Bachelor of Science in Physiotherapie (BSc)

Anbieter:
Berner Fachhochschule BFH | Departement Gesundheit
Ort, Bundesland, Land:
Bern, Basel, Raum Bern, Schweiz
Typ:
Vollzeit
Abschluss:
B.Sc. (Bachelor of Science)
Dauer:
6 Semester

Das Studium

Physiotherapie ist eine Hochschuldisziplin, die über wissenschaftliche Grundlagen verfügt. Als Profession verlangt sie zugleich eine hohe Handlungskompetenz.

Das Hauptstudium dauert drei Jahre (sechs Semester), daran schliesst ein obligatorisches, 10-monatiges Zusatzmodul in klinischer Praxis an. Das Studium führt zum Bachelor of Science BFH in Physiotherapie. Das Bachelordiplom ist eidgenössisch anerkannt, europakompatibel und gilt international als Hochschulabschluss. Ungefähr zwei Drittel des Hauptstudiums absolvieren die Studierenden an der Berner Fachhochschule, im restlichen Drittel leisten sie studienbegleitende Praxisarbeit in Gesundheitsinstitutionen wie z.B. Spitälern.

Das Departement Gesundheit der Berner Fachhochschule und das Bildungszentrum Gesundheit Basel-Stadt bieten in einer Verbundlösung zusätzlich zum Standort Bern einen Bachelorstudiengang in Physiotherapie in Basel an.
Eugen Mischler Studiengangsleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Die Physiotherapie ist ein breit gefächerter Beruf. Nach der Ausbildung arbeiten viele Physiotherapeutinnen und -therapeuten in einer Klinik oder in einer privaten Physiotherapiepraxis.
Die Komplexität und der große Umfang möglicher Tätigkeiten führen vermehrt zu einer Spezialisierung.

Aber auch in den privaten Praxen sind nach wie vor in erster Linie Generalistinnen und Generalisten gesucht. Typische Arbeitsstellen für Physiotherapie-Fachleute sind:
  • Kliniken (Akutbereich oder Rehabilitationsbereich)
  • Alters- und Pflegeheime
  • private Physiotherapiepraxen
  • Gesundheitszentren/HMO-Praxen
  • Behinderteninstitutionen
  • Trainingszentren
  • Sportverbände und -vereine

Studienplan und Studienschwerpunkte

Didaktische Formen
Der Lehrplan basiert auf einem multimodalen Lernfeld, in dem die Studierenden in verschiedenen Lernsettings aktiv tätig sind, die bezüglich Grösse und Grad der Selbstständigkeit unterschiedlich gestaltet werden. Dazu gehören:
  • Konzeptvorlesungen
    Grossveranstaltung mit allen Studierenden. Konzepte und Zusammenhänge klären, illustrieren, Verknüpfungen aufzeigen, Themenkomplexe in grösseren Zusammenhang stellen.
  • Praxisseminare:
    Praktische Arbeit in Grossgruppen (25 Studierende), Erarbeiten von praktischen Fertigkeiten und dazugehörigen Konzepten.
  • Tutorate:
    Arbeit in Kleingruppen (10 bis 12 Studierende), Erarbeiten von Problemstellungen, Arbeit mit Fällen.
  • Übungsseminare:
    Training unter Supervision in Grossgruppen (25 Studierende), praktische Arbeit anhand von Checklisten und konkreten Problemstellungen.
  • Individuelles Vor- und Nachbereiten:
    Vor- und Nachbereitung von Vorlesungen.
  • Selbststudium:
    Aufarbeiten des Stoffs der Tutorate, individuelles Lernen und Üben, ausgebautes Angebot an formativen Prüfungselementen (Testfragen), individuelles Kommunikationstraining, Erarbeitung von Projektaufträgen
  • Mentoring:
    Die Studierenden treffen sich in der Regel 1 Mal pro Semester mit ihrer Mentorin oder ihrem Mentor (Angehörige des Dozierendenstabs). Besprechung Lernfortschritt, Probleme, Reflexion, Leistungsnachweise.
  • Weitere Unterrichtseinheiten:
    Allgemeinbildung, Bewegungsunterricht, Vertiefung und Vernetzung, Informationen.
Blöcke, Module und Modulgruppen
Die gesamte Ausbildung ist in drei auf einander aufbauende Blöcke gegliedert:
  • «Norm und ihre Varianten»
    Hier erarbeiten die Studierenden die Grundlagen des Bewegungsverhaltens und lernen wichtige Basistechniken der physiotherapeutischen Behandlung kennen.
  • «Funktionssysteme und ihre Pathologien»
    In diesem direkt anschliessenden Block stehen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Kontext der verschiedenen Pathologien im Zentrum.
  • «Komplexe Funktionssysteme»
    Im dritten Studienjahr bearbeiten die Studierenden anspruchsvolle Probleme der Patientinnen und Patienten.
Jeder Block ist in verschiedene Module von 4 bis max. 18 Wochen Länge gegliedert, die einer Thematik gewidmet sind. Die Module der Modulgruppen «Wissenschaftliches Arbeiten» und «Kommunikation» sind über die gesamte Ausbildung verteilt angeordnet. Weiter finden interprofessionelle Module mit den anderen Bachelorstudiengängen des Departements Gesundheit statt.

Praxisbezug und Berufspraktikum

Das Bachelorstudium an der Berner Fachhochschule ist ebenso praxisbezogen wie wissenschaftlich fundiert. Die Integration von Theorie und Praxis ist deshalb im gesamten Studium eine prioritäre Zielsetzung.

Die Berner Fachhochschule ist in Zusammenarbeit mit der Praxis bemüht, den Studierenden eine genügend grosse Anzahl von Praktikumsstellen in verschiedenen Kliniken anzubieten.

Die Studierenden absolvieren im Rahmen ihres Hauptstudiums vier Module in studienbegleitender Praxisarbeit von je 10 Wochen Dauer. Diese Module können derzeit nur in Vollzeit absolviert werden. Im Anschluss an das Hauptstudium muss obligatorisch ein Zusatzmodul Praxis absolviert werden, das aus zwei Praktika von total 43 Wochen Dauer besteht.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Kosten pro Semester:
CHF 750

Studienkosten:
Hinzu kommen Kosten pro Semester für Lehrmaterial (Fotokopien, Literatur, Internetzugang) und Prüfungsgebühren in etwa gleicher Höhe.
Die Studiengebühren für Bildungsausländerinnen und -ausländer betragen pro Semester CHF 950.00.

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Zugelassen werden Absolventinnen und Absolventen mit folgenden Ausbildungsabschlüssen:
    • einer Berufsmaturität
    • einer Fachmaturität
    • einer gymnasialen Maturität
    • spezifischer Abschluss auf Stufe Höhere Fachschule und Höhere Fachprüfung
  • Pflegepraktikum (Zusatzmodul A):
    Vor oder nach der Eignungsabklärung muss bis vor Studienbeginn ein zweimonatiges Pflegepraktikum in einer Institution des öffentlichen Gesundheits- oder Sozialwesens absolviert und nachgewiesen werden.
  • Eignungsabklärung:
    Alle Interessierten, welche die formalen Zulassungsbedingungen erfüllen, durchlaufen eine kostenpflichtige Eignungsabklärung.
  • Vorbildungen im Gesundheitswesen:
    Für bestimmte Berufsausbildungen im Gesundheitswesen erlassen wir das Zusatzmodul A.
  • Deutschkenntnisse:
    Ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die ihre Ausbildung nicht in deutscher Sprache absolviert haben (während mindestens 3 Jahren), müssen genügende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Wir verlangen das Deutschniveau C1 gemäss dem Profil des europäischen Referenzrahmens. Schweizerinnen und Schweizer aus der Romandie oder dem Tessin müssen kein Deutschdiplom vorweisen.ul>

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Ich bitte um:

Berner Fachhochschule BFH

Vielfältig und zielorientiert: Die Berner Fachhochschule BFH ist eine anwendungsorientierte Hochschule und vereint acht verschiedene Departemente unter einem Dach. Wer sich für ein Studium an der BFH entscheidet, hat die Wahl zwischen 30 Bachelor- und 22 Masterstudiengängen. Auch Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen zählen zu den Kernkompetenzen der BFH. Dass die Studieninhalte sowohl den Praxis- als auch den Bildungsanforderungen in hohem Masse gerecht werden, zeigt sich in den guten Berufs- und Aufstiegschancen unserer Absolventinnen und Absolventen.

Studienberatung und Information

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Bachelorstudiengang Physiotherapie

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3008 Bern
Schweiz