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CAS Häusliche Gewalt

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Soziale Arbeit
Ort, Bundesland, Land:
Zürich, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
19 Tag(e)

Die Ausbildung

Gemeinsam gegen häusliche Gewalt.
Häusliche Gewalt hat viele Gesichter und wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Der Umgang mit häuslicher Gewalt stellt denn auch hohe Anforderungen an interdisziplinäre Kooperation und vernetztes Handeln, zumal oft unterschiedliche Fachgebiete und Berufsgruppen gleichzeitig involviert sind. Von allen Beteiligten wird ein hohes Mass an Flexibilität, Innovation und interdisziplinären Handlungskompetenzen verlangt.

Integrative Ansätze für erfolgreiche Netzwerkarbeit.
Die Weiterbildung fördert gezielt die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, daraus integrative Handlungsstrategien abzuleiten und praktisches Interventionswissen anzuwenden. Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die Arbeitsprinzipien und Interventionsmethoden der verschiedenen Fachbereiche und lernen dadurch, bei den Schnittstellen die relevanten Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit zu erkennen.

Praxis- und fallorientierte Vermittlung.
Entwickelt wurde der CAS in Zusammenarbeit mit der in der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich angesiedelten Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt. Die Dozierenden bringen grosse Praxiserfahrung mit und sichern mit der Bearbeitung konkreter Fälle im interdisziplinären Austausch den Wissenstransfer in den Arbeitsalltag. Durch die beiden angebotenen Wahlpflichtkurse können sich die Teilnehmenden entsprechend ihrem beruflichen Wirkungskreis auf die Arbeit mit Opfern oder Tatpersonen fokussieren und die spezifischen Interventionsmethoden in verschiedenen Settings einüben.

Zielpublikum

Der CAS richtet sich an Fachleute der Sozialen Arbeit und verwandter Disziplinen sowie an Praktikerinnen und Praktiker, die im beruflichen Alltag Fälle von häuslicher Gewalt beurteilen und verfolgen, Schutzmassnahmen anordnen oder sich mit Personen beschäftigen, welche häusliche Gewalt ausüben oder davon betroffen sind. Angesprochen sind insbesondere Fachpersonen von Interventions-, Koordinations-, Opferhilfe- und Sozialhilfeberatungsstellen, Frauenhäusern, Gewaltberatungsstellen sowie Fachpersonen aus Polizei und Justiz, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden und deren Partnerinstitutionen, der Schulen und der Fachstellen des Gesundheitsbereichs.

Ziele

Dank erworbenem Wissen und neuen Fertigkeiten stärken die Teilnehmenden ihre Motivation für die Arbeit im Umfeld häuslicher Gewalt. Sie verbessern ihre Kompetenz, Aufgaben professionell und engagiert vor dem Hintergrund eines integrativ agierenden Netzwerks zu erfüllen.
  • Die Teilnehmenden erlangen fundiertes Fachwissen im Bereich häuslicher Gewalt und sind mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut.
  • Sie kennen konkrete Handlungsstrategien in der Arbeit mit Gewaltausübenden und Gewaltbetroffenen.
  • Sie verfügen über ausgewählte Interventionsmethoden zur Erfüllung ihres professionellen Auftrags im jeweiligen beruflichen Handlungsfeld.
  • Sie denken und handeln interdisziplinär und können die Ressourcen benachbarter Fach- und Arbeitsbereiche wirkungsvoll nutzen

Ausbildungsschwerpunkte

Modul 1: Grundlagen
  • Häusliche Gewalt als gesellschaftliches Phänomen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Selbstmanagement / CAS-Abschluss (findet am Ende des CAS statt)
Modul 2: Gewaltbetroffene Personen
  • Arbeiten mit Gewaltbetroffenen und ihren Angehörigen
  • Vernetzung und Kooperation
  • Häusliche Gewalt im interkulturellen Kontext
  • Häusliche Gewalt und betroffene Minderjährige
  • Häusliche Gewalt im Alter
Modul 3: Tatpersonen
  • Gewalt und psychische Störungen / Tätertypologie
  • Täterinnen und integrative Ansätze
  • Gewaltausübende Minderjährige
  • Bedrohungsmanagement am Beispiel des Kantons Zürich
  • Arbeiten mit unmotivierten Klientinnen und Klienten
Wahlpflichtmodul 4: Arbeiten mit Täterinnen und Tätern in der Praxis
  • Gefährderansprache, Deeskalations- und Gewaltberatung
  • Rückfallpräventive Täterarbeit im Straf- und Massnahmenvollzug sowie in der Bewährungshilfe
Wahlpflichtmodul 4: Arbeiten mit Opfern und Angehörigen in der Praxis
  • Beratung und Begleitung von Gewaltbetroffenen und ihren Angehörigen
  • Psychotraumatologie
  • Minderjährige Opfer

Kosten

CHF 7'400.00

Zulassung

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Hochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution). Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich. Langjährige Fachpersonen aus dem Bereich der Häuslichen Gewalt, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden, namentlich Polizistinnen und Polizisten, Präventions-Koordinationsfachleute im Bereich Häusliche Gewalt, Seelsorgende etc.

Unterrichtszeiten/-unterlagen

Unterrichtszeiten sind von 08.45 bis 16.45 Uhr. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden die Unterrichtsunterlagen in der Regel nicht ausgedruckt, sondern auf der E-Learning-Plattform Moodle zugänglich gemacht.

Informationsmaterial anfordern

Hier können Sie kostenloses Informationsmaterial zu diesem Studiengang direkt vom Bildungsanbieter ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Soziale Arbeit anfordern. Die angegebenen Daten werden ausschließlich an diesen Bildungsanbieter übermittelt und selbstverständlich nicht an Dritte weiter gegeben.

Ich bitte um:

Der Anbieter

Die ZHAW ist eine der führenden Schweizer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Sie ist in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung tätig – praxisnah und wissenschaftlich fundiert. Das Departement Soziale Arbeit ist eines der acht Departemente der ZHAW und hat seinen Standort in Zürich-West auf dem Hochschulcampus Toni-Areal. Die vier Institute decken die folgenden thematischen Schwerpunkte ab: «Kindheit, Jugend und Familie», «Delinquenz und Kriminalprävention», «Community Development und Migration», «Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe» sowie «Sozialmanagement». Bei der Aus- und Weiterbildung wird auf eine enge Verknüpfung von Lehre und Forschung sowie eine hohe Aktualität der Inhalte gesetzt. Die Ausbildung umfasst einen generalistischen Studiengang in Sozialer Arbeit mit individueller Profilbildung auf den Studienstufen Bachelor und Master. Das Weiterbildungsangebot stärkt Fach- und Führungskräfte der Sozialen Arbeit in ihren Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

Ausbildungsberatung und Information

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Soziale Arbeit

Pfingstweidstrasse 96
8005 Zürich
Schweiz