Elektro- und Informationstechnik

Anbieter:
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW - Hochschule für Technik
Ort, Bundesland, Land:
Brugg-Windisch, Nordwest, Schweiz
Typ:
Vollzeit und berufsbegleitend
Abschluss:
B.Sc. (Bachelor of Science)
Dauer:
6 Semester

Das Studium

In jedem Bereich unseres Alltages benutzen wir mit grösster Selbstverständlichkeit High-Tech-Systeme und täglich erscheinen neue Produkte auf dem Markt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil, die Innovation schreitet immer schneller voran, was zu einem akuten Mangel an gut ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren auf diesem Gebiet führt.

Die Elektrotechnik ist eine ausgesprochen universelle Ingenieurwissenschaft und genau darum so bedeutungsvoll. Die Kehrseite der Universalität ist die Abstraktheit: In der Elektrotechnik arbeitet man mit unsichtbaren Grössen. Kommunikations- und Abstraktionsfähigkeit sind genauso gefragt wie Neugier, Phantasie, Kreativität und Durchhaltewillen. Teamarbeit mit Fachleuten aus anderen Wissenschaften, der Medizin usw. prägen den Alltag unserer Absolventinnen und Absolventen.

In den ersten beiden Jahren des Studiums lernen Sie die Grundlagen der Elektronik, Digitaltechnik und der Informatik kennen, ergänzt durch Labors und Projekte. Zudem erhalten Sie einen Einblick in die Vertiefungsrichtungen. Das letzte Studienjahr umfasst die Vertiefungsausbildung, eine Projektarbeit sowie die Bachelor-Thesis. Die Kontext-Ausbildung erstreckt sich über das ganze Studium und deckt die Bereiche Sprachen, Betriebswirtschaft und Allgemeinbildung ab.
Prof. Dr. Sebastian Gaulocher Studiengangleiter

Berufsbild und Karrierechancen

Ingenieurinnen und Ingenieure der Elektrotechnik sind Problemlöser schlechthin. Sie gehen den Dingen auf den Grund und verfügen über eine hohe Abstraktionsfähigkeit. Sie nehmen Herausforderungen an und bewältigen sie in Teamarbeit. All dies wird im Elektrotechnik-Studium gelernt, geübt und erlebt.

Der Beruf bietet konkrete Mitgestaltung bei der Entwicklung von Produkten, die uns täglich umgeben. Zusammen mit andern Spezialisten arbeiten Elektroingenieurinnen und -ingenieure bei fast allen Projekten mit, die der Erleichterung des Alltags und der Bewältigung der Zukunft dienen.

Unsere Absolventinnen und Absolventen entwickeln neue Elektronikschaltungen, konzipieren Energieversorgungsanlagen, bringen als Inbetriebsetzer in Afrika einen Rundfunksender zum Laufen oder führen in Asien Verkaufsverhandlungen für die High-Tech-Produkte ihrer Firma.

Die Zeiten eines Daniel Düsentrieb, der sein Leben in einem Laborkeller fristete, sind längst vorbei. Heutige Ingenieurinnen und Ingenieure sind Teamworker, die beispielsweise in folgenden Bereichen tätig sind:
  • Forschung und Entwicklung
  • Produktion und Inbetriebsetzung
  • Engineering und Projektleitung
  • Beratung, Schulung und Verkauf
  • Management und Verwaltung

Studienplan und Studienschwerpunkte

Mathematik und Naturwissenschaften
  • Lineare Algebra
  • Algebra
  • Analysis
  • Differentialgleichungen
  • Integraltransformationen
  • Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
  • Mathematisches Labor
  • Wärme und Strahlung
  • Mechanik
  • Elektromagnetismus
  • Schwingungen und Wellen
  • Werkstoffe
Electrical Engineering 1
  • Allgemeine Elektrotechnik
  • Digitaltechnik
  • Analogtechnik (Analog Electronics)
  • Analoge Schaltungstechnik - Grundlagen
Electrical Engineering 2
  • Signalverarbeitung
  • Digitale Signalverarbeitung - Grundlagen
  • Kommunikationstechnik - Grundlagen
  • Regelungstechnik - Grundlagen
  • Elektrische Energietechnik - Grundlagen
  • Leistungselektronik und Antriebe - Grundlagen
Informatik
  • Objektorientierte Programmierung
  • Mikrocontroller
  • Datennetze
Labor: Grundlagenlabor

Fachvertiefung
  • Vertiefungsrichtung Energie- und Antriebssysteme
  • Mikroelektronik und Kommunikationssysteme
  • Weitere Vertiefungsmodule
Fachergänzung
  • Konvergenzkurs Elektrotechnik
  • Ergänzungen Mathematik und Naturwissenschaften
  • Ergänzungen Informatik
  • Ergänzungen Vertiefung
Projekte

Kontext-Ausbildung
  • Kommunikation
  • Englisch
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Wahlpflichtmodule Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)
Im letzten Studienjahr wählen Sie eine von vier Vertiefungen:
  • Energie- und Antriebssysteme
  • Mess- und Regelsysteme
  • Kommunikationssysteme
  • Mikroelektronik

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen:
Kommunikations- und Abstraktionsfähigkeit sind genauso gefragt wie Neugier, Phantasie, Kreativität und Durchhaltewillen.

Prüfungsfreier Eintritt

  • Eidgenössisch anerkannte technische Berufsmaturität und Abschluss in einer der Studienrichtung verwandten Berufslehre (für alle Studiengänge).
  • Eidgenössisch anerkannte kaufmännische Berufsmaturität und Abschluss in einer der Studienrichtung verwandten Berufslehre nur für die Studiengänge Energie- und Umwelttechnik, Informatik, Optometrie und Wirtschaftsingenieurwesen.
  • Kantonale oder eidgenössische (gymnasiale) Matura und einjährige Arbeitswelterfahrung in einem Fachbereich des gewählten Studiengangs.
  • Diplom einer anerkannten Höheren Fachschule im technischen Bereich.
  • Diplom einer anerkannten Höheren Fachprüfung im technischen Bereich. Die HT FHNW klärt im Einzelfall ab, ob zusätzliche Kompetenzen in Mathematik und Physik vorgängig noch erworben werden müssen

Prüfungsfreier Übertritt

  • Abgebrochenes ETH-Studium: Gespräch mit dem Studiengangleiter: Anrechnung von erworbenen Credits und Festlegung der benötigten berufspraktischen Erfahrung.
  • Abgebrochenes FH-Studium: Gespräch mit dem Studiengangleiter: Anrechnung von erworbenen Credits und Festlegung der benötigten berufspraktischen Erfahrung.

Eintritt mit ausländischem Diplom

  • Ausbildungs-Ausweise von Deutschland:
    • Prüfungsfreier Eintritt für Abitur-Absolventen (allgemeine Hochschulreife) und einjährige Arbeitswelterfahrung in einem Fachbereich des gewählten Studiengangs (Anrechnung von 6 Wochen für Absolventinnen und Absolventen eines technischen Gymnasiums).
    • Prüfungsfreier Eintritt für Fachhochschulreife-Absolventen mit Notendurchschnitt 2,5 und besser und Abschluss in einer der Studienrichtung verwandten Berufslehre oder einjährige Arbeitswelterfahrung in einem Fachbereich des gewählten Studiengangs.

  • Wer andere Ausbildungs-Ausweise im Ausland erworben hat, muss zusätzlich zu den Anmeldeunterlagen verschiedene Unterlagen einreichen (z. Bsp. Lebenslauf) und ausreichende Deutschkenntnisse (mindestens Niveau B2) nachweisen.

Die Anmeldeunterlagen werden durch das Admission Office und den Studiengangleiter individuell geprüft. Es wird entschieden ob eine Aufnahme mittels Aufnahmeprüfung oder mittels sur-Dossier-Zulassung möglich ist.

sur-Dossier-Zulassung
Als sur-Dossier-Zulassung gilt die aufgrund eines individuellen Aufnahmeverfahrens erteilte Zulassung von qualifizierten Personen, die die formalen Zulassungsvoraussetzungen (z.B. Berufsmaturität) nicht erfüllen. Das sur-Dossier-Verfahren prüft, ob die erforderlichen Kompetenzen vorhanden sind, um ein Studium erfolgreich zu absolvieren. Die Bewertung erfolgt in der Regel aufgrund eines ausführlichen Portfolios, in dem die Kandidatinnen und Kandidaten ihre nicht formal erworbenen Kompetenzen dokumentieren. Der Aufnahmeentscheid obliegt der Studiengangleitung. Das BWZ Brugg bietet in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik Kurse an, um die nötigen Kompetenzen zu erwerben.

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Ich bitte um:

Der Anbieter

Die Hochschule für Technik FHNW ist eine führende Bildungsinstitution für Ingenieurwesen, Informatik und Optometrie in der Schweiz. Sie bildet an den Standorten Brugg-Windisch, Muttenz und Olten Bachelor- und Masterstudierende aus. Ihre Institute sind wichtige Partner in angewandter Forschung und Entwicklung für Industrie und Wirtschaft.

An der Hochschule für Technik der FHNW studieren zur Zeit rund 1800 Studierende in 10 Studienrichtungen der Bachelorstudiengänge, im Master of Science in Engineering sowie im Bereich Weiterbildung in verschiedenen MAS- und CAS-Kursen.

Die heutige Hochschule für Technik FHNW ist aus dem Zusammenschluss der technischen Departemente der Fachhochschule Aargau, Fachhochschule beider Basel und Fachhochschule Solothurn in die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Jahre 2006 hervorgegangen.

Studieren in Brugg-Windisch

Brugg bietet Studierenden und Mitarbeitenden ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten, sich neben dem Studium oder der Arbeit zu erholen oder sich kulturell zu betätigen. In nächster Umgebung befinden sich die Aare mit ihrer artenreichen Flusslandschaft, eine schöne Altstadt mit vielen Restaurants und moderne Sportanlagen.

In wenigen Minuten ist man vom Campus Brugg-Windisch zu Fuss im Park von Königsfelden oder im Naherholungsgebiet an der Aare, Reuss und Limmat. So lassen sich die im Studium geforderten Köpfchen auch mal in einer kurzen Mittagspause abkühlen und durchlüften. Nachfolgend ein paar Impressionen, die zu einem Spaziergang in der Umgebung inspirieren sollen.

Studienberatung und Information

Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW - Hochschule für Technik

Klosterzelgstrasse 2
5210 Windisch
Schweiz