MAS FH in Care Management

Anbieter:
Kalaidos Fachhochschule Gesundheit
Ort, Bundesland, Land:
Zürich, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
berufsbegleitend
Abschluss:
MAS (Master of Advanced Studies)
Dauer:
2 Jahr(e)

Das Studium

Care Management Funktionen werden im Schweizer Gesundheitswesen zunehmend eingeführt. Sie gelten als wirksamer Lösungsansatz im fragmentierten Versorgungssystem, insbesondere bei Personen mit mehreren und lang dauernden Krankheiten oder multiplen Therapien. Für diese Funktionen sind Pflegefachpersonen und andere Personen mit Gesundheitsberufen auf Tertiärstufe gefragt, die über ausgeprägte kommunikative und klinischen Fähigkeiten verfügen.

Sie bieten koordinierte Leistungen für Patientinnen und Patienten an, um klinische oder finanzielle Krisen zu vermeiden. Sie engagieren sich auch auf systemischer Ebene in der stationären, ambulanten oder häuslichen Gesundheitsversorgung für integrierte Behandlungsprozesse. Das Studium ist aufgeteilt in Präsenztage sowie begleitetes und individuelles Selbststudium.

Dies erfordert eine hohe Leistungsbereitschaft sowie Eigeninitiative und ermöglicht Flexiblität. Das Lernen baut auf der beruflichen Erfahrung und dem Vorwissen der Studierenden auf. Das berufsbegleitende Angebot, der modulare Aufbau und die konsequente Praxisausrichtung orientieren sich optimal an den Bedürfnissen von Berufstätigen.
Christine Rex Leitung

Berufsbild und Zielpublikum

Im zukunftsweisenden Fachbereich Care Management bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für die berufliche Laufbahn. Bisherige Erfahrungen mit Studierenden zeigen, dass ihnen das Studium entscheidende Schritte in neue Funktionen und Positionen im Gesundheitswesen, bei Versicherungen oder Behörden ermöglicht.

Das Studium richtet sich an Pflegefachpersonen und Professionelle aus anderen Gesundheitsberufen, die eine Spezialisierung auf Fachhochschulebene anstreben.

Die Studierenden sind verantwortlich für Patientinnen und Patienten mit lang dauernden Versorgungsverläufen auf Einzelfall- und Systemebene in stationären Institutionen (Spital, Rehabilitationsklinik, Heim, Hospiz), in der Pflege zuhause (Spitex, Freischaffend), in Kranken- und Unfallversicherungen, bei Gesundheits- und Sozialbehörden sowie bei Case Management Agenturen.

Studienplan und Studienschwerpunkte

Klinisches Assessment
Die Elemente des klinisch-pflegerischen Assessments schärfen den Blick für den körperlichen, mentalen und kognitiven Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten. Im Zentrum stehen die strukturierte Erhebung der Anamnese einschliesslich der symptomfokussierten Anamnese sowie die Techniken der Körperuntersuchung. Die erhobenen Daten fliessen in die Case Management Planung ein und bilden eine wichtige Grundlage der koorrdinierten Massnahmenplanung.

Family Care
Im fragmentierten Schweizer Gesundheitssystem wirken pflegende Angehörige oft als inoffizielle Case Manager. Diese Funktion ist meistens Neuland und zeitaufwändig. Hier setzt das familien-orientierte Case Management an. Basierend auf einem Familienassessment werden klinische und finanzielle Ziele und Massnahmen besprochen, geplant und überwacht. Das ist ganz besonders wichtig für die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege (work & care).

Case Management
Case und Care Management Funktionen nehmen im Schweizer Gesundheitssystem und in der professionellen Pflege einen immer wichtigeren Platz ein, nicht zuletzt unter dem Druck der Finanzierungsmodalitäten in allen Versorgungssettings. Dieses Modul vermittelt die Schritte des Case Management Regelkreises, bietet theoretische Hintergründe und fördert die praktische Anwendung mit Beispielen aus dem Spital, der Spitex und der Palliative Care.

Sozialversicherungen und Patientenrecht
In der Schweiz besteht ein enges Netz von Sozialversicherungen, das den hier lebenden und arbeitenden Menschen und ihren Angehörigen einen weitreichenden Schutz vor Risiken bietet, deren finanziellen Folgen sie nicht allein bewältigen können. Wie dieses Netz im Fall von Krankheit, Behinderung und Alter funktioniert steht im Zentrum des Moduls.

Patienten- und Angehörigenedukation
Das Modul erweitert die Handlungskompetenz in den Bereichen Information, Schulung und Beratung und zeigt Strategien, wie eine effiziente Patienten- und Angehörigenedukation realisiert werden kann. Bei der Umsetzung des Konzepts stehen die Bedürfnisse der erkrankten Personen und ihres Umfeld handlungsleitend im Mittelpunkt.

Gesundheitspolitik /Integrierte Versorgung
Im Schweizer Gesundheitswesen bilden staatliche Planung und wettbewerbliche Elemente eine sensible Balance. Zudem bilden die föderal strukturierten Leistungsangebote und die Vielzahl an Kostenträgern komplexe Rahmenbedingungen, denen Nachfrager und Anbieter von Gesundheitsleistungen unterworfen sind. Das Modul fördert die Fähigkeiten der Studierenden, ihre beruf- lichen Aufgaben in diesem dynamischen Umfeld wahrzunehmen.

Ethik im Gesundheitswesen
Die Priorisierung von Leistungen, die Spital- und Pflege- finanzierung, oder der Datenschutz im Informationszeitalter stellen neue ethische Herausforderungen an alle Akteure im Gesundheitswesen. Gesundheitsfachleute sind in besonderer Weise gefordert, da sie sowohl ihrem Berufsethos verpflichtet sind als auch die Kosten und Finanzierung von Behandlungs- und Pflegemassnahmen sowie die Effizienz von Arbeitsprozessen im Blick haben.

Erfolgreiches Verhandeln
Alle Akteure im heutigen Gesundheitswesen stehen unter Kosten- und Effizienzdruck. Damit in diesem Klima ein Sachverhalt umsichtig diskutiert werden kann, sind ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten gefordert. Das nötige Verhandlungs- geschick ist bei Fach- und Führungspersonen in inner- und ausserbetrieblichen Gremien gefragt. Dies wird in diesem Modul ausgiebig trainiert.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Kosten (Richtpreise):

  • MAS 25'800 CHF
  • Einzelmodul 2'600 CHF
  • Anmeldegebühr 300 CHF
Zugangsvoraussetzungen:
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium, 2 Jahre Berufserfahrung
  • Diplom Höhere Fachschule: Aufnahme «sur dossier», zusätzlich Besuch des Zulassungsmoduls «Forschungsresultate: Recherche und Beurteilung», 3 Jahre Berufserfahrung
  • Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Fähigkeit, englische Fachliteratur zu lesen und zu verstehen
  • Zugang zur Gesundheitsversorgung oder zu Kranken- und Unfallversicherungen

Berufstätigkeit:
Je nach Aufteilung der Module und persönlicher Situation ist eine Berufstätigkeit von 50 bis 80 Prozent möglich.

Beginn:
Mit jedem Modul möglich. In Absprache mit der Studiengangsleitung treffen die Studierenden eine geeignete Modulauswahl, die das Profil des gewählten Studiengangs gewährleistet.

Präsenz:
Pro Modul 4–6 Präsenztage à 8 Lektionen, 8:30–16:30 Uhr

Sprachangebot und Auslandssemester

Sprache verpflichtend:
Deutsch
Auslandssemester:
nicht möglich

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Ich bitte um:

Der Anbieter

Die Kalaidos Fachhochschule verfügt über drei Departemente: Wirtschaft, Gesundheit und Musik. Als Fachhochschule mit privater Trägerschaft ist sie eine unabhängige sowie eidgenössisch genehmigte und beaufsichtigte Fachhochschule. Ihre Angebote sind praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert.

Als Partnerin in der Trägerschaft der Kalaidos Fachhochschule Gesundheit setzt sich die WE‘G Stiftung ein für die Entwicklung und Etablierung von zukunftsorientierten Studiengängen auf Fachhochschulstufe in der Pflege und Pflegewissenschaft.

Die WE‘G Stiftung engagiert sich für Weiterbildungsangebote auf allen Stufen der Gesundheitsberufe und für die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufe in der Gesundheitsversorgung. Mit ihrer Beteiligung an der Careum Weiterbildung AG fördert sie Weiterbildungen und Lehrgänge in der höheren Berufsbildung. Im Fokus steht ein flexibles, durchlässiges Bildungsangebot, das attraktive Perspektiven für Health Professionals auf allen Stufen eröffnet.

Kalaidos Fachhochschule Gesundheit

Pestalozzistrasse 5
8032 Zürich
Schweiz