Bachelor of Science in Ernährung und Diätetik (BSc)

Anbieter:
Berner Fachhochschule BFH | Departement Gesundheit
Ort, Bundesland, Land:
Bern, Raum Bern, Schweiz
Typ:
Vollzeit
Abschluss:
B.Sc. (Bachelor of Science)
Dauer:
6 Semester

Das Studium

Das Departement Gesundheit der Berner Fachhochschule bietet praxisorientierte Studiengänge auf Hochschulniveau, die von Studierenden und Arbeitgebern sehr gefragt sind.

Die Grundlagen werden in Vorlesungen, Seminaren, Projektarbeiten und Skills Trainings (z.B. Rollenspielen, Kommunikationstrainings, Diätetischem Kochen) erarbeitet. In insgesamt fünf Praxismodulen wird das Gelernte im praktischen Einsatz in verschiedenen Betrieben und unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern umgesetzt und im Anschluss an das 3-jährige Vollzeitstudium in einem 10-monatigen Praktikum vertieft.

Ernährungsberaterinnen und -berater BSc BFH erbringen Ernährungstherapie, -beratung, -erziehung und -aufklärung. Eine zentrale Aufgabe der zukünftigen Berufsleute ist die Beratung von kranken Menschen gemäss aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei ist es wichtig, Ziele, Erwartungen, Befürchtungen und die persönliche Situation der Betroffenen mit einzubeziehen und sie damit im Veränderungsprozess ihres Ernährungsverhaltens zu unterstützen. Umfassende Kompetenzen in Kommunikation sowie fundiertes, ernährungstherapeutisches Fachwissen befähigen Ernährungsberaterinnen und -berater BSc BFH zu einer kontinuierlichen, klientenzentrierten Betreuung von Patientinnen und Patienten. Nebst der Beratungstätigkeit vermitteln Ernährungsberaterinnen und -berater BSc BFH ihre Kenntnisse auch in Vorträgen und Weiterbildungsveranstaltungen und sind aktiv im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention.

Der Studienabschluss ist zugleich Grundlage für einen konsekutiven Masterstudiengang (MSc) oder andere Weiterbildungen wie beispielsweise MAS oder CAS. Der Abschluss mit dem Titel Bachelor of Science BFH in Ernährung und Diätetik ist eidgenössisch anerkannt und gilt international als Hochschulabschluss mit Berufsbefähigung.
Prof. Andrea Mahlstein Studiengangsleitung

Berufsbild und Karrierechancen

Ernährungsberaterinnen und -berater BSc BFH beraten Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen in Ernährungsfragen aller Art. Ihr Handeln ist wissenschaftlich begründet und interdisziplinär ausgerichtet. Zu ihren Klienten und Klientinnen gehören Menschen aller Altersstufen und Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen – von Kindern bis zu Betagten, von Schwerkranken über Sportler bis hin zu Übergewichtigen. Das Thema Ernährung ist vielschichtig, komplex und entwickelt sich aufgrund von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kontinuierlich weiter. Ernährungsberaterinnen und -berater benötigen umfassendes Wissen auf vielen Gebieten und aktualisieren dieses fortlaufend. Aufgrund ihres vielseitigen Studiums sind sie in unterschiedlichen Bereichen tätig, beispielsweise in Spitälern und Rehabilitationskliniken, Ernährungsberatungspraxen, Alters- und Pflegeheimen, öffentlichen Ernährungsberatungsstellen, Arztpraxen, Schulen, Krankenkassen, in der Lebensmittelindustrie und in der Gemeinschaftsgastronomie, in der Forschung und Lehre. Mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung zu 100% können sie sich selbstständig machen und eine eigene Ernährungsberatungspraxis gründen.

Ernährungsberaterinnen und -berater benötigen für fundiertes, ernährungstherapeutisches Handeln umfassendes Wissen auf vielen Gebieten, z.B.:
  • Kommunikation, Soziologie, Psychologie
  • Naturwissenschaften wie Anatomie, Physiologie und Biochemie
  • Medizin
  • wissenschaftliches Arbeiten
  • Lebensmittellehre und Küchentechnik
  • Gesundheitsförderung und Prävention

Studienplan und Studienschwerpunkte

Semesterschwerpunkte

1. und 2. Semester
Die ersten zwei Semester sind vorwiegend der Beratung von gesunden Menschen gewidmet. Schwerpunkte sind dabei physiologische (Anatomie, Biochemie), psychologische und soziologische Grundlagenkenntnisse. Diese werden ergänzt durch Grundlagen- und Vertiefungselemente der Kommunikation, der Beratung, der Ernährungswissenschaft, der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sowie den entsprechenden rechtlichen Grundlagen. «Fachenglisch» kann im 1. Studienjahr als Wahlmodul belegt werden.

3. und 4. Semester
Im 3. und 4. Semester steht der kranke Mensch im Zentrum. Schwerpunkte bilden die klinische Arbeit und die Diätetik sowie Kenntnisse der Pathophysiologie. Die Module «Interdisziplinäres Projekt Gesundheit» und «Projektmanagement» runden das 2. Studienjahr ab.

5. und 6. Semester
Das 5. und 6. Semester bereiten auf die Beratung bei komplexen Diagnosen und in komplexen Situationen vor. Ergänzend erlauben Wahlpflichtmodule bereits eine Vertiefung in Richtung der zukünftigen beruflichen Orientierung.

Die Modulgruppe «Wissenschaftliches Arbeiten» ist semester- respektive studienjahrsübergreifend angeordnet.

Praxisbezug und Berufspraktikum

Das Studium ist modular aufgebaut. Die konsequent kompetenzorientierte Ausrichtung unterstützt die Studierenden dabei, ihr Wissen erfolgreich in praktisches, evidenzbasiertes Handeln umzusetzen.

Die Lehre findet in unterschiedlichen Gruppen und Gruppengrössen statt und beinhaltet verschiedene Lehr- und Lernformen wie z.B.:
  • Vorlesungen
  • Seminare
  • Skills Training (z.B. Rollenspiele, Kommunikationstraining, Diätetisches Kochen)
  • Fallarbeit
  • Projektarbeiten
  • im letzten Studienjahr die Bachelor-Thesis

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Kosten pro Semester:
CHF 750

Studiengebühren:
Hinzu kommen Kosten pro Semester für Lernmaterial (Fotokopien, Literatur, Internetzugang) und Prüfungsgebühren in etwa gleicher Höhe.

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Zugelassen werden Absolventinnen und Absolventen mit folgenden Ausbildungsabschlüssen:
    • einer Berufsmaturität
    • einer Fachmaturität
    • einer gymnasialen Maturität
    • Über die Aufnahme von Studieninteressierten mit anderer, gleichwertiger Vorbildung und Berufserfahrung wird im Einzelfall entschieden.
  • Pflegepraktikum (Zusatzmodul A):
    Vor oder nach der Eignungsabklärung muss bis vor Studienbeginn ein zweimonatiges Pflegepraktikum in einer Institution des öffentlichen Gesundheits- oder Sozialwesens absolviert und nachgewiesen werden.
  • Eignungsabklärung:
    Alle Interessierten, welche die formalen Zulassungsbedingungen erfüllen, durchlaufen eine kostenpflichtige Eignungsabklärung.
  • Vorbildungen im Gesundheitswesen:
    Für bestimmte Berufsausbildungen im Gesundheitswesen wird das Zusatzmodul A anerkannt.
  • Deutschkenntnisse:
    Ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die ihre Ausbildung nicht in deutscher Sprache absolviert haben (während mindestens 3 Jahren), müssen genügende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Wir verlangen das Deutschniveau C1 gemäss dem Profil des europäischen Referenzrahmens. Schweizerinnen und Schweizer aus der Romandie oder dem Tessin müssen kein Deutschdiplom vorweisen.

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Ich bitte um:

Berner Fachhochschule BFH

Vielfältig und zielorientiert: Die Berner Fachhochschule BFH ist eine anwendungsorientierte Hochschule und vereint acht verschiedene Departemente unter einem Dach. Wer sich für ein Studium an der BFH entscheidet, hat die Wahl zwischen 30 Bachelor- und 22 Masterstudiengängen. Auch Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen zählen zu den Kernkompetenzen der BFH. Dass die Studieninhalte sowohl den Praxis- als auch den Bildungsanforderungen in hohem Masse gerecht werden, zeigt sich in den guten Berufs- und Aufstiegschancen unserer Absolventinnen und Absolventen.

Studienberatung und Information

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Bachelorstudiengang Ernährung und Diätetik

Murtenstrasse 10
3008 Bern
Schweiz