CAS Umweltrecht und Vollzug

Anbieter:
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW - Hochschule für Life Sciences
Ort, Bundesland, Land:
Muttenz, Nordwest, Schweiz
Typ:
berufsbegleitend
Abschluss:
CAS (Certificate of Advanced Studies)
Dauer:
1 Semester

Die Ausbildung

Eine Einführung in das internationale und das schweizerische Umweltrecht. Seit der Industrialisierung wächst unser Produktionsvolumen stetig. Parallel zu diesem Wachstum nimmt die Belastung von Luft, Wasser und Boden laufend zu. Als Reaktion auf die negativen Folgen für Natur und Mensch erlässt der Bund seit Anfang der 80er-Jahre Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Umwelt.

Der Weiterbildungsgang vermittelt die notwendigen Kenntnisse, um in unterschiedlichen Rollen und Funktionen zum Vollzug des Umweltrechts und zu seiner Weiterentwicklung beizutragen. Das CAS richtet sich an Nicht-Juristen sowie an Juristen ohne vertiefte Vorkenntnisse im Umweltrecht. Das Umweltrecht ist ein eigenständiges Gebiet des internationalen und des innerstaatlichen Rechts.

Zum Verständnis der Begriffe und Systeme werden zuerst die rechtlichen Grundbegriffe und das Gesetzgebungsverfahren sowie das Zusammenspiel von Umweltvölkerrecht und Landesrecht erklärt. In der Folge werden das Umweltrecht und seine Instrumente im Überblick vorgestellt und in ausgewählten Gebieten praxisbezogen vertieft und diskutiert.Im Rahmen des CAS wird eine praxisbezogene Projektarbeit durchgeführt. Zudem werden die Lerninhalte jeweils in praktischen Übungen vertieft.

Zielpublikum

Diese Weiterbildung richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Fachrichtungen oder an Personen mit äquivalenter Qualifikation, die sich für einen modernen Umweltschutz einsetzen möchten.

Ausbildungsschwerpunkte

Einführung in das internationale und schweizerische Umweltrecht:
Das schweizerische Umweltrecht wird zunächst im Überblick und in seiner Geschichte vorgestellt, die Rollen und Kompetenzen der Behörden im föderalen Staat werden erklärt, die Handlungsräume der staatlichen und nicht staatlichen Akteure dargelegt. Der Stand des heute gültigen schweizerischen Umweltrechts wird vermittelt und aktuelle Weiterentwicklungen werden thematisiert. Das internationale Umweltrecht ist ein Spezialbereich des internationalen Rechts mit eigenen Prinzipien, einer historisch gewachsenen Struktur und definierten thematischen Feldern, das sich in einer internationalen Dynamik weiterentwickelt, seine Wirksamkeit aber vorwiegend über die staatlichen Akteure entfaltet, wobei es zunehmend auch direkt von der international tätigen Privatwirtschaft und Nichtregierungsorganisationen vollzogen wird.

Das Raumplanungs-, das Gewässerschutz- und das Bodenschutzrecht, das Natur- und Heimatschutzrecht:
Die Raumplanung in der Schweiz dient auch dem Schutz der Umwelt und wird zunehmend noch komplexer. So stellen u.a. die Nutzung erneuerbarer Energien und die Nutzung des Untergrundes sowie die Gestaltung der Gewässerräume die Raumplanung vor neue und anspruchsvolle Herausforderungen. Über die Entwicklung und den Aufbau des klassischen Raumplanungsrechts in der Schweiz wird an weitere raumwirksame Tätigkeiten und Planungen aus jüngerer Zeit angeknüpft und aufgezeigt, wie sich die Raumplanung auch als Instrument des Umweltschutzes in einem demokratischen und föderalen Land wie der Schweiz weiterentwickelt.

Luftreinhaltungs- und Klimaschutzrecht:
Klimaschutz und Energiefragen gehören heute zu den wichtigsten Herausforderungen der Schweiz und der internationalen Staatengemeinschaft. Grundlegende Fragen der Lebensgestaltung, der Ökonomie und der politischen Handlungsspielräume hängen damit zusammen. Die Luft ist heute in der Schweiz wesentlich sauberer als vor einer Generation. Das hat damit zu tun, dass im regionalen Umweltrecht wirksame Instrumente des präventiven Umweltschutzes ausgearbeitet worden sind, die heute im globalen Klimaschutzregime eine weltweite Verbreitung erfahren sollen.

Das Umweltrecht im Umgang mit gefährlichen und kritischen Chemikalien, Stoffen und Organismen:
Gefährliche Chemikalien, aber auch potentiell gefährliche Stoffe aus Arzneimitteln, Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen sowie Organismen, verbreiten sich weltweit und können sich im Kontakt mit Umweltmedien in ihrer Gefährlichkeit verändern, so beispielsweise gewisse Nanomaterialien, hormonaktive Stoffe, synthetische Stoffe oder persistente organische Chemikalienverbindungen (POPs). Die Regulierung des Umgangs mit gefährlichen und potentiell gefährlichen Stoffen ist daher ein Kernbereich des Umweltrechts.

Das Abfall- und das Altlastenrecht:
Früher oder später wird jedes Konsumprodukt zu Abfall. Bei der Abfallbewirtschaftung stehen die Vermeidung, die Wiederverwertung und die umweltgerechte Entsorgung im Vordergrund. Eine zentrale Rolle nimmt die Abfallverwertung ein: Abfälle enthalten viele Wertstoffe, welche zurückgewonnen und aufbereitet wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit unseren endlichen Ressourcen muss zwingend der Wandel von der Abfallwirtschaft hin einer umfassenden Kreislaufwirtschaft stattfinden. Die Aufgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden im Bereich der Bewirtschaftung von Abfällen sind dabei eng mit den Aktivitäten der Privatwirtschaft verknüpft, wobei das Verursacherprinzip eine wichtige Rolle spielt. Kernaufgaben des internationalen Abfallrechts sind die grenzüberschreitende Kontrolle der Verbringung von gefährlichen Abfällen und die Regulierung international vernetzter Recycling Aktivitäten.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Preis: CHF 5'400 inkl. Prüfungsgebühr

Zulassungsbedingungen:
Zugelassen werden Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Fachrichtungen (ab BSc) oder Personen mit äquivalenter Qualifikation. Interessierte ohne Hochschulabschluss können über ein Aufnahmeverfahren zugelassen werden, wenn sie über eine äquivalente Qualifikation verfügen oder sich ihre Befähigung zum Studium aus einem anderen Nachweis ergibt.

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Ich bitte um:

Der Anbieter

Die FHNW ist eine der führenden Fachhochschulen in der Schweiz und ist mit ihren neun Hochschulen in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung tätig – innovativ und praxisorientiert. Ihr breites Angebot an Studiengängen, ihre Nähe zur Praxis, ihre anwendungsorientierte und innovationsstarke Forschung sowie ihre weltweite Vernetzung machen die FHNW zu einer attraktiven und vielfältigen Bildungsstätte, zu einer nachgefragten Praxispartnerin und zu einer attraktiven Arbeitgeberin in der Nordwestschweiz. Ihren vierfachen Leistungsauftrag – Ausbildung, Weiterbildung, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen zugunsten Dritter – erfüllt die FHNW qualitätsbewusst und zukunftsgerichtet. Ein zentrales Anliegen ist der Arbeitsmarkterfolg der Absolventinnen und Absolventen. Die FHNW behält daher in der Lehre und Forschung stets auch den gesellschaftlichen Kontext im Blick. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Bearbeitung von grossen gesellschaftlichen Themen und Herausforderungen wie die Alterung der Gesellschaft, die Energiewende und die Folgen des digitalen Wandels.

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